Archiv für November 2012

Der Kloppismus

Ja bin ich denn bekloppt?
Der Kloppismus ist ein neuer philosophischer Zweig, abgehend vom sogenannten Voluntarismus. Namensgeber ist der allseits beliebte und respektierte Fussballlehrer Jürgen Klopp, der mit seiner neuen Philosophie nicht nur den Fussball und die Art eine Mannschaft zu führen, evolutioniert hat.

Um den Kloppismus kurz und knackig auf den Punkt zu bringen, in Jürgen Klopps Teams gibt es keinen Strafenkatalog. Es wird einfach darauf vertraut, dass jeder Spieler, dessen Handy in der Kabine klingelt, von selbst der Mannschaft ein Kasten Bier spendiert. Alle relevanten Entscheidungen, die das Team betreffen, werden auch vom Team, in dem jeder Spieler gleichberechtigt ist, gemeinsam getroffen. Jürgen Klopp selbst versteht sich dabei nur als Ratgeber, Freund und Unerstützer in allen Lebenslagen. Selbst die Mannschaftsaufstellung und sogar die Taktik, betont der einzig wahre JK immer wieder, bestimmt nicht er, sondern alle zusammen.

Doch Jürgen Klopp verzichtet dabei nicht nur auf die Peitsche, sondern benötigt auch kein Zuckerbrot, um seine Jungs auf Trab zu halten. Denn Zuckerbrot steht der Selbstbestimmung eben so hinderlich im Weg, wie die Peitsche. Nur wenn die Spieler das wirklich von sich aus wollen, jeden Tag ewas besser werden, werden sie es auch wirklich. Wobei JK nichts weiter macht, als mit all seiner Lebenserfahrung, jeden einzelnen Spieler rund um die Uhr zu unterstützen, als Freund und im Sinne des Teams. Ein Team aus Freunden. Dies ist das Geheimnis mit dem JK es geschafft hat, eine durchschnittliche Mannschaft zur besten Deutschlands zu machen. 2 mal. Eine Mannschaft, die nichtmal die Hälfte des grossen FC Bayerns und nichtmal ein Viertel eines Giganten wie Real Madrid kostet, diese aber trotzdem regelmässig vorführt.

Ein Mario Götze muss auch nicht gelobt werden, damit ihm klar ist, wie gut er geworden ist. Das Team braucht auch nicht wirklich daran erinnert werden, was es an Mario hat, oder am Schienbein eines Sven Benders. Zielführend ist es nicht wie früher, ein Team um einen Leitwolf aufzubauen, nein, Ziel ist es, ein ganzes Team aus Leitwölfen aufzustellen. Einige Spieler werden aufgrund ihrer grossen Erfahrung und ausgeprägten Persönlichkeit zwar immer voran schreiten, und das ist auch gut so, aber niemand soll hinter hertrotten, sondern alle mit stolzer Brust einher marschieren. Und zwar immer nach vorn. Immer bereit alles zu geben, alles für das Team, immer mit fairen Mitteln, immer mit Respekt, immer frei.

Ich bin ja so bekloppt. Ein bekennender Kloppist!

FGE – das freiwillige Grundeinkommen

Viel wird über das sogenannte bedingungslose Grundeinkommen, kurz BGE, geschrieben und viele Hoffnungen damit verbunden. In der Tat, kann ein BGE ein großer gesellschaftlicher Fortschritt sein, um Armut, Ungerechtigkeit und sogar den Zwang zum Arbeitsleid zu überwinden. Jedoch nur unter einer Bedingung, einer Einzigen! Ich vermute mal Sie können sich bereits denken welche.

Schwieriger wird es nur sich vor zustellen, wie ein BGE auch ohne Zwang auskommen könnte. Denn ein BGE kann nur ohne Zwang funktionieren! Und sollte es dann tatsächlich funktionieren, wird es auch genau die positiven Wirkungen erzielen, die von den BGE Befürworten stets angeführt werden. Mit Zwang jedoch wird genau das Gegenteil erreicht werden. Garantiert!

Bei einem freiwilligem Grundeinkommen, kurz FGE, wird niemand gezwungen Leistungen einzuzahlen. Es zahlt jeder ausschließlich freiwillig ein, also ob überhaupt, so viel oder so wenig und wann man möchte. Und es muss natürlich auch niemand die Auszahlung eines FGE annehmen. Demnach kann also nur ausgezahlt werden, was vorher auch eingezahlt wurde und alles was eingezahlt wurde, wird dann einfach zu gleichen Anteilen an alle ausgezahlt, die bereit sind ein FGE anzunehmen. Ganz einfach.

Angenommen bei einer Leistung, der wir heute 2012 ungefähr 1000 Euro beimessen, monatlich ausgezahlt an ungefähr momentan 80 Millionen deutschen, würde dies in etwa einer Billion Euro entsprechen, ungefähr der Hälfte unseres BIP. Alle deutschen müssten also etwa die Hälfte ihrer gesamten Einnahmen aufbringen, um allen deutschen ein BGE von 1000 Euro zu ermöglichen. Nicht nur unrealistisch, sondern wenn es trotzdem zwanghaft versucht würde, eine wirtschaftliche Katastrophe. Vermutlich werden jedoch diejenigen der Deutschen, welche für ein FGE spenden, auch gleichzeitig auf die Annahme verzichten, sonst hätten Sie ja auch gar nicht erst spenden brauchen, alles andere wäre auch mathematisch totaler Blödsinn.

So kann ein FGE in einer Wohlstandsgesellschaft, zu einer echten Alternative und durchaus realisierbaren Idee werden. Vorausgesetzt der Mensch muss keinerlei Zwangsabgaben mehr leisten und wird nicht mehr, um bis zu 70% (50% Lohnabzüge + 20% Mehrwertsteuer) seiner Einnahmen enteignet. Vorausgesetzt der Mensch=Markt ist tatsächlich frei, dann benötigt es auch nicht viel Kreativität, um sich vorzustellen, der Mensch wird tatsächlich 5, 10 oder 25 % seiner Einnahmen spenden für soziale Zwecke, wie ein FGE, das Existenzen sichert und Hoffnung spendet, ohne dabei einen Zwangseingriff in den Markt=Mensch zu bedeuten.

Bestimmt haben sie auch schon oft gelesen, dass die Menschen mit einem BGE zu faul wären, oder eben nicht und alle wären auch weiterhin fleißig und darüber hinaus sogar noch Kreativ. Das voraus zu sehen scheint schwierig, jedoch nicht, dass es zu Motivationsproblemen kommen wird, wenn man für andere Menschen Leistungen erbringen muss. Allerdings wiederum auch nicht, wenn man diese Leistung für andere Menschen freiwillig erbringt. Daher kann einzig ein FGE ohne Zwang Motivation und Kreativität und Arbeitsfreude im Menschen freisetzen. Doch mit Zwang wird genau das Gegenteil passieren. Garantiert!

Die Österreichische Schule der Ökonomie

Die Österreichische Schule der Ökonomie

ist die Wirtschaftslehre der Freiheit. Kern der Volkswirtschaftslehre der Österreichischen Schule, welche sich bereits seit dem 19. Jahrhundert entwickelt hat, ist ein vollkommen freies Wirtschaftswesen. Ausgehend von einem freien Markt, auf welchem freie Individuen, freien Handel mit freien Gütern betreiben. Frei von jedem Zwangseingriff.

Die Österreichischen Schule ist daher auch kein statisches und auch kein staatliches Wirtschaftsmodell, das sich planen lässt, denn die Wirtschaft lässt sich nun mal nicht planen. Was auch den größten und entscheidenden Unterschied, zu allen anderen Wirtschaftssystemen ausmacht, die vergebens und verzweifelt versuchen, die Freiheit zu reglementieren.

Bedeutendste Vertreter waren u.a.:

Carl Menger, der u.a. die allgemeine Grenznutzentheorie aufgestellt hat,

Eugen von Böhm Bawerk, der u.a. das Rätsel um den Zins gelöst hat,

Ludwig von Mises, dem u.a. größtem Ökonomen des 20. Jahrhunderts,

sowie Nobelpreisträger Friedrich August von Hayek, und Murray Rothbard.

Ausgehend vom Kern der Österreichischen Schule, waren sich diese Vertreter aber auch längst nicht in allen ökonomischen Fragen einig. Speziell Rothbard hat einige strittige Ansichten vertreten, mit denen sich auch sein Mentor Hayek nicht anfreunden konnte, trotzdem hat auch er, einige wunderbare Gedanken verfasst. Was alle Vertreter der Österreichischen Schule jedoch eint, ist der Glaube an die Freiheit. Dass die Menschheit dazu in der Lage ist, wirklich freien Handel zu betreiben und daraus resultierend, auch wirklich frei zu leben, um in Freiheit gedeihen und wachsen zu können.

Denn alles wächst. Der Mensch, sein Wissen, jeder Grashalm. So auch die Wirtschaft und mit ihr der Wohlstand. Zu wenig Arbeit, könnte es dabei theoretisch nur geben, wenn es nicht genug Ideen gibt, was man mit ihr anfangen könnte. Angesichts der Kreativität des Menschen in Freiheit jedoch unvorstellbar, welcher einzig ausbremsbar ist, eben durch Zwang. Denn Zwang tötet die Kreativität.

Dies lehrt uns nicht nur die Österreichische Schule, sondern eben so die Geschichte und sogar die Quantenphysik. Alle lehren uns, die Quantenphysik wissenschaftlich, die Geschichte historisch und die Österreichische Schule wirtschaftlich, dass Nichts mit Zwang und Gewalt funktionieren kann!

Die Österreichische Schule – einfach mal googeln : – )

Das Wetter in Norwegen

In dem Moment, in dem ich eine Wette platziere, zum Beispiel auf das Wetter in Norwegen, mache ich mich damit zum Marktteilnehmer, diesmal auf dem Wettmarkt, auf dem ich versuche Gewinn zu erwirtschaften, wenn auch nur mit Glück. Es ist klar, das ich mich damit dem Wettbewerb aussetze und das freiwillig. In jedem Wettbewerb muss es logischerweise einen Gewinner und einen Verlierer geben. Nach jeder Wette kann ich sofort eine Neue abschließen und auch so viele ich möchte gleichzeitig laufen haben.

Niemand wird immer gewinnen können und wenn überhaupt, nur die wenigsten immer verlieren, denn jeder wird auch irgendwann mal Glück haben. Für sein Glück ist jeder selbst verantwortlich, in dem er selbst entscheidet, welche Wetten er platziert und zu welchem Einsatz. Ein jeder wird bestrebt sein, möglichst erfolgversprechende Wetten abzuschließen, doch niemand wird darin perfekt sein. Doch fast alle werden sich darin stetig verbessern, in der Auswahl ihrer Wetten.

An diesem Punkt brauch man auch kein großer Prophet sein, um zu erkennen, dass man aus Wettverlusten jedes einzelne mal, wesentlich mehr lernen wird, als aus den Wettgewinnen. Man wird sich jedes einzelne mal fragen, hätte man das Wettrisiko anders abschätzen können und was kann ich bis zur nächsten Wette besser machen, um nicht nochmal zu verlieren. Wenn man gewonnen hat, kann man sich zwar freuen, aber man wird eher selten etwas daraus lernen.

Der Lerneffekt durch Niederlagen, steigert nicht nur zukünftige Gewinne, sondern bereitet auch gleichzeitig irgend jemand anderen eine Freude. Immerhin. Doch schon beim nächsten mal, kann es auch wieder anders herum laufen. Daher ist das einzige was ich wohl nie lernen werde, aufs Wetten zu verzichten. Das kann mir keiner verbieten! Ganz im ernst! Nicht mal die Maoisten haben es geschafft, trotz aller Anstrengung, den chinesischen Wettmarkt jemals zum Erliegen zu bringen.

Wie soll es morgen werden, das Wetter in Norwegen?




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