Eigentum und Barbarei

Eigentum gab es schon immer, nur wurde irgendwann Eigentum per Gesetz niedergeschrieben und festgesetzt. Ein Fehler. Und das nur, weil niemand mehr wie die Barbaren leben wollte. Die Barbaren haben Eigentum anerkannt, auch ohne es so zu nennen und nieder zuschreiben, aufgrund der in Eigentum investierten Arbeit oder aufgrund des Tauschs. Aber wer will schon wie die Barbaren leben? So frei und naturverbunden!

Merkwürdigerweise nicht viele. Dafür gewinnen merkwürdigerweise viele Menschen dem Krieg immer noch etwas positives ab, und viele nennen Krieg fälschlicherweise barbarisch. Doch kaum jemand kann spontan einen Krieg nennen oder auch nur einen großen Eroberer aus der Zeit der barbarischen Jahrhunderte in Mitteleuropa, vor und nach Rom bis etwa zu Karl dem Großem. Und das obwohl zu dieser Zeit eine barbarische Überbevölkerung herrschte, die angeblich sogar das riesige, heilige römische Reich in die Annalen der Geschichte beförderte.

Bis das Reich wieder aus dem Anus gemistet wurde. Um es zu verherrlichen, merkwürdigerweise von den gleichen Leuten, die eine Notwendigkeit darin sehen, ihr Eigentum vom Gesetzgeber schriftlich und mit der Waffe als letzter Konsequenz schützen zulassen.

Zuerst die Monarchisten, ihnen folgend die Liberalen, danach die Demokraten und schließlich die Kommunisten und Faschisten. Selbst das kommunistischste Eigentumsrecht basiert auf Gesetzen, die den gleichen Prämissen zu Grunde liegen, wie die Gesetzgebung der alten Römer, deren ganze Gesellschaft vor allem auf Raub, Plünderung und Sklaverei aufbaute. Alle Staatsformen vereint der Kampf gegen die Barbarei, um mit Hilfe von Gesetzen Eigentum zu begründen, um dann darüber entscheiden zu können. Alles, blos nicht wie die Barbaren, Eigentum mit Hilfe der Arbeit begründen. Alle vereint gegen die barbarische Gesetzlosigkeit.

Am gravierendsten sind die beobachteten Folgen davon, wenn die Gesetze über den Schutz des Eigentums hinaus gehen, also wenn Eigentum gesetzlich wahlweise ab- oder anerkannt wird, es umgewandelt oder umverteilt wird, kurz gesagt, wenn der Fantasie der Gesetzgeber keinerlei Einhalt geboten wird. Hierfür Beispiele vor zubringen, erübrigt sich.

Das entscheidende Problem jedoch ist, dass sich Gesetze nicht in Zaum halten lassen. Was sich nun 160 Jahre nach Frederic Bastiat`s Eigentum und Gesetz sicher sagen lässt. Etwas, dass die Barbaren anscheinend instinktiv wussten. Erst durch Gesetze werden Häuptlinge befähigt, sich nach Lust und Laune am Eigentum der Stammesmitglieder zu bedienen.

Und Gesetze werden einfach nie weniger, sondern immer nur noch mehr mit der Zeit. Dies liegt in der Sache ihrer Natur begründet, anderen mit Zwang etwas vorschreiben zu wollen. Wer sich dieses Privileg herausnimmt, der will naturgemäß auch nicht mehr davon ablassen. Leider und offensichtlich.

Leider, weil es bedeutet, dass es solche Menschen überhaupt gibt. Und wenn diese nicht von allein von ihren Privilegien ablassen, man sich gegen solche Menschen notwehren muss. So wie einst die Barbaren, will man sich nicht länger von völlig Fremden etwas vorschreiben und sich nicht länger ausrauben lassen. Ich bin mir sicher, die Barbaren hätten auch lieber mit dem Wort anstatt dem Schwert, gegen Rom und Karl sich notgewehrt. Ganz im Stile eines Ghandis.

Leider und offensichtlich am Beispiel der USA, der Schweiz, und auch Deutschland, England, Frankreich, Russland, Japan, Brasilien, Südafrika, Spanien, Griechenland und noch ca. 200 Ländern mehr. Alle samt pleite, aufgrund von Gesetzen, die ursprünglich das Eigentum lediglich schützen sollten, bis ein gesetzlicher Zwang darüber hinaus überall eingeführt wurde. Über diesem Schutz hinaus gibt es nun überall die fantasievollsten Steuern, Gesetze zur Umverteilung, Gesetze zum Raub.

Vielleicht möchte aber auch nur niemand mehr barbarisch so sein, weil die Barbaren auf mono-mentale Monumente verzichteten, um damit angeblich Göttern, Häuptlingen oder sonst wem zu huldigen. Die jedoch nur gebaut werden, um Menschen in einen Bann zuziehen, in einen Bann, verbannt von sich selbst.

Das Wissen und die Möglichkeit Monumente zu errichten, hatten die Barbaren, wie wir heute sicher einschätzen können. Und das auch ohne Sklaverei, auf die die Barbaren eben so gänzlich verzichtet haben, genau wie auf die Gesetzschreibung. Aus gutem Grund, denn es gibt offensichtlich einen direkten Zusammenhang. Er muss nur wieder erkannt werden.

Und abschließend, auch wenn die Barbaren kein Wort für Eigentum hatten, so haben sie, wie wir heute wissen, mindestens 3 unterschiedliche Formen des Besitzes gekannt. Sinnbildlich, zum einen für Menschen, jeder Mensch ist frei und gehört nur sich selbst. Zum anderen für Güter, jedes Gut gehört demjenigen, der es sich erarbeitet oder getauscht hat. Sowie für Grund und Boden, Ressourcen und Tiere und Ideen aller Art, diese werden nur genutzt und stehen jedem Menschen frei.

Es muss nur wieder erkannt werden!
wilde Grüße


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