Die Leitungen des freien Marktes

Ich vertrete die seltene Ansicht, dass auf einem freiem Markt, selbst bei Strom-, Wasser-, Schienen- oder Internetleitungen, ungewollte Monopole nahezu unmöglich sind. Ist ein Monopol gewollt, stellt es damit ja auch kein Problem dar und möchte man ein Monopol nicht, möchte ich zeigen, dass man selbst in den genannten Bereichen, auf einem freiem Markt nicht darauf angewiesen ist.

Strom kann theoretisch heute schon jeder selber genug für sich erzeugen, z.B. mit Brennstoff-, Solar-, Wind- oder Wassergeneratoren, wenn es nicht vom Staat massiv behindert würde durch Steuern, Gesetze und Verordnungen. Wenn man den Strom dann noch in ein Netz einspeisen darf, kann jeder zum Stromanbieter werden und überschüssige Energie verkaufen. Zum Preis, den jeder selbst aushandelt, wie immer auf einem freiem Markt.

Die logische Folge wäre, dass Strom sprichwörtlich nur noch ein Apfel und ein Ei kostet und trotzdem insgesamt weniger Strom verbraucht wird. Heute, mit staatlicher Regulierung und den ganzen Kosten und Energie, die der Staat für sinnlose Projekte verschwendet, das würde sich auf einem freiem Markt niemand freiwillig antun. Sondern genau kostenberechnen, wie viel Strom benötigt wird und so ganz im Sinne der Umwelt, nur so wenig wie möglich verbrauchen.

Mit Wasser kann sich auch jeder selbst versorgen, unter dessen Grundstück Grundwasser fließt, also so ziemlich jeder Grundstücksbesitzer, wenn das Anzapfen von Grundwasser nicht mehr verboten ist und es auch keine Anschlusszwänge an irgendwelche Netze mehr gibt. Außerdem lässt sich z.B. Regenwasser oder Tau auffangen und wieder verwerten oder Trinkwasser im Internet bestellen usw.

Auf einem Gleis zwischen A und B, mag nur eine Bahn fahren, doch gibt es daneben meist auch mehrere Straßen zwischen A und B, und manchmal auch Flüsse oder Flugwege usw. und selbst auf einem Gleis, kann es mehrere Eisenbahnlinien geben, die in Konkurrenz zueinander stehen.

Die ersten Stromnetze waren allesamt privat organisierte Projekte, eben so wie die ersten Bewässerungsanlagen, Eisenbahnstrecken, Fluglinien oder das Internet, dessen Leitungen sich privat, frei und dezentral immer weiter entwickeln. Solange bis auch hier vom Staat immer mehr eingegriffen und reguliert wird, dann bremst die Entwicklung, wie überall zu beobachten.

Selbst die größten Kartelle werden nie die Macht haben, um Steuern einzutreiben, ganz offiziell Kriege zu erklären, Kinder in ihre Einrichtungen zu zwingen und Erwachsene dazu, ihr Geld benutzen zu müssen. So etwas vermögen nur Staaten. Auf einem freiem Markt, gibt es so etwas nicht.

Auf einem freiem Markt können Leitungsprojekte jedoch auch gemeinschaftlich organisiert werden, durch private Spenden finanziert und allen Menschen zur freien Verfügung gestellt. Das entscheiden die Spender, so wie jeder frei entscheiden kann, ob man die Spende annimmt.

Viele solcher Projekte wären dann auch sicherlich nicht gewinnorientiert, sondern planwirtschaftlich zur Bedürfnisbefriedigung einer Gemeinschaft ausgelegt. Dort wo private, gewinnorientierte Unternehmen ein Bedürfnis einer Gemeinschaft nicht befriedigen können, dort können planwirtschaftliche, aber freiwillige Projekte diesen Zweck erfüllen. Wer weiß? Nur Sorgen über Leitungen und Monopole auf einem freien Markt, mache ich mir nicht.


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