Ist fwf eine Sekte?

Fwf steht für die Internetseite Freiwilligfrei.de, welche sich für den Voluntarismus stark macht. Genau genommen ist Voluntarismus nicht mehr als eine Geisteshaltung, nach der einzig verteidigende Gewalt zulässig ist. Da ich an dieser Stelle nicht darauf eingehen kann, was überhaupt eine Sekte ist, möchte ich im Falle von Freiwilligfrei jedem selbst das Urteil überlassen. Doch fwf behauptet nicht weniger, als dass jeder der dem Voluntarismus widerspricht, damit Gewalt über Menschen akzeptiert. Warum auch immer?

Dafür haben die Menschen viele Gründe. Um ganz genau zu sein, haargenau so viele Gründe, wie es Menschen gibt. Jeder, der sich tatsächlich ein Urteil über Freiwilligfrei bilden möchte, sei gewarnt, es handelt sich um eine anarchistische Seite und er wird letztlich nicht mehr vorfinden, als diese eine simple Aussage: Wer dem Voluntarismus widerspricht, akzeptiert damit Gewalt gegen Menschen!

Diese eine simple Aussage ist dafür mehr als zu genüge begründet, in mehr als xxxx Artikeln, Videos, Podcasts, Übersetzungen, einem Forum und ständig weiteren neuen Ideen im Wettbewerb des Internets. Wobei sich alle Themen letztlich nur um diese eine Frage drehen und jedes Thema dort nur aus einer Sichtweise betrachtet wird. Kurz gesagt, ob es sich egal bei welchem Thema um Gewaltlosigkeit, also Freiwilligkeit handelt oder eben nicht.

Für Freiwilligfrei gibt es auch kein dazwischen in dieser Frage. Es gibt zwar Unterschiede im Grad des Zwangs, jedoch keinen Unterschied im ob. Nur entweder oder. Die Interaktion zwischen mindestens zwei Menschen kann entweder nur auf Freiwilligkeit oder auf Zwang beruhen. Nun kommt Fwf daher und lehnt jeden Zwang immer ab und befürwortet logischerweise daher auch immer die Freiwilligkeit und sieht darin nicht nur die Wurzel des Problems, sondern auch noch den Auslöser und ja sogar die Lösung aller Probleme. Richtig gehört: Aller Probleme!

Und als Lösung schlägt Freiwilligfrei folgendes vor, und zwar international, national, regional, sowie in kleinsten Gemeinden genau so zu verfahren, wie ich zu Hause mit meiner Familie oder mit guten Freunden. Mehr nicht. Wenn auch wohlwissend, wie ich diese behandle. Also fast jedem seinem Schicksal überlassend.

Denn das sei der Preis der Freiheit. Wenngleich heutzutage, 2013 AD, schon viel weniger als Freiheit bezeichnet wird, z.B. 30% seines Besitzes zum shoppen behalten zu dürfen.

Alles was die Voluntaristen anscheinend sagen wollen ist, dass wenn alle Menschen miteinander so fair und freundlich umgehen, wie ich mit meiner Familie, dann sind alle Probleme gelöst. Und die Menschheit vielleicht, eventuell, in ferner Zukunft in der Lage, alle Menschen fair und freundlich mit Gewaltlosigkeit und in Freiwilligkeit zu vereinen in einer Familie freier Menschen. Wenn ganz einfach nur niemand mehr Gewalt über andere ausübt.

Dann wird schon alles gut gehen und alle Probleme sind überhaupt erst dadurch entstanden, weil irgendwann mal irgendwer angefangen hat, irgendwen zu irgendwas zu zwingen, bis sich jemand die Zunge verhedderte, als er über dieses Übel berichten wollte. Keiner weiss es so genau und das lässt sich angeblich auch nicht zurückdrehen. Nur Freiwilligfrei behauptet doch.

Wirklich alles spricht dafür, dass sich so ziemlich jedes Problem, insbesondere den Zwischenmenschlichen, auf eine einzige Frage reduzieren lässt, und zwar der Frage nach der Gewalt. Also wer wen wozu zwingt mit Gewalt, mit echter physischer Gewalt. Genaues Hinschauen, wer wen wozu zwingt und wie gerechtfertigt dir dieser Zwang erscheint, löst das Problem schon zur einen Hälfte. Die andere Hälfte ist, diesen Zwang dann auch physisch zu beenden. Im Idealfall ohne Gewalt.

Was spricht dagegen? Das Voluntarismus eine Utopie ist, im Jahre 2013 AD? Oder dass immer noch so viel Gewalt in irgend einer Form von so vielen Menschen akzeptiert wird? Das Problem am Voluntarismus ist, dass er sich leider nicht testen lässt, solange Gewalt eben noch mehrheitlich akzeptiert wird. Es lässt sich leider nicht sagen, ob es der Menschheit mit Voluntarismus besser gehen würde als ohne. Ob es nur mit verteidigender Gewalt besser wäre, in diesem Elend für 7 von 8 Menschen auf der Welt, im Jahre 2013 AD?

Mein Opa sagt immer, probieren geht über studieren. Ich sage der Etatismus wurde genug studiert. Ich lebe mein Leben schon voluntaristisch überall dort, wo ich zu nichts gezwungen werde. Also in der Familie, bei Freunden und sogar Kollegen und eigentlich bei allen Menschen, mit denen ich zu tun habe. Das klappt alles super, ganz im Gegensatz zur Politik, Staaten und allem sonst, was Menschen zwingt. Ich kann jedem den Voluntarismus nur empfehlen.

Ob fwf eine Sekte ist, kann nur jeder für sich entscheiden. Anscheinend wurde ich von Freiwilligfrei bekehrt und sehe jetzt wirklich die Lösung für alle Probleme einzig im Voluntarismus. Sogar der Globalen. Und versuche offensichtlich sogar schon Leute dafür zu bekehren. Dafür, dass einfach niemand mehr Gewalt über mich ausübt, so wie ich über niemanden Gewalt ausübe. Dafür bin ich und das am liebsten für alle Menschen.

Wer mag da noch widersprechen? Wer mag da noch Gewalt?
Isomorph, Voluntarist, 2013 AD!


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