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Planwirtschaft im Kapitalismus – Rationen nach Quoten in Freiheit

Warum Planwirtschaft kein Widerspruch zum Kapitalismus ist und wie man eine Wirtschaft organisiert:

Sozialismus bezeichnet eine planwirtschaftlich organisierte Wirtschaft und Kommunismus eine planwirtschaftlich organisierte Wirtschaft, nur ohne Geld. Kapitalismus beschreibt das Gegenteil davon. Genaugenommen bezeichnen Sozialismus und Kommunismus nur, dass Privateigentum in Gemeinbesitz überführt wird, um davon Rationen nach Quoten zu verteilen. Genau wie beim Kapitalismus wird nur die Organisation einer Wirtschaft beschrieben, bzw. wie der Staat die Wirtschaft organisiert, jedoch nicht die Staatsform selber. Diese kann diktatorisch oder demokratisch sein und theoretisch sogar anarchistisch, wenn der Staat keinerlei Gewalt über seine Bürger ausüben würde.

Kommunismus oder Anarchie haben noch nie wirklich in größerem Maße irgendwo existiert, Sozialismus und Kapitalismus jedoch schon. Im sogenannten real existierendem Sozialismus ist der Staat meist diktatorisch aufgebaut und hat eine fast vollständig planwirtschaftlich organisierte Wirtschaft. Es gibt allerdings auch demokratisch aufgebaute Staaten mit ebenfalls stark ausgeprägter planwirtschaftlicher Organisation der Wirtschaft, trotz offiziellem Kapitalismus.

Der staatlich planwirtschaftliche Anteil an einer Volkswirtschaft bemisst sich in der sogenannten Staatsquote. In Ländern des ehemaligen Ostblocks betrug sie konsequenterweise bis zu 90%, mehr war einfach nicht möglich. In Ländern wie den USA oder der BRD beträgt sie heute, 2013 ad, immerhin 40-50%, Tendenz steigend. Historisch betrachtet muss man das Bestreben nach maximaler Staatsquote als gescheitert betrachten, wo hingegen das Bestreben nach minimaler Staatsquote jedoch großen Wohlstand beschert hat.

Belegbar am Beispiel der USA, Deutschland, Englands oder Frankreichs, spätestens seit der Zeit der industriellen Evolution. Zu Beginn des 20.Jahrhunderts betrug die Staatsquote in diesen Ländern nur 5-10%, was einen enormen wirtschaftlichen Aufschwung begünstigte und einigen Ökonomen zufolge, namentlich denen der Österreichischen Schule, auch ausreichend ist, um alle relevanten Aufgaben des Staates planwirtschaftlich zu finanzieren und zu organisieren. Doch im gleichen Maße wie die Staatsquote steigt, kann beobachtet werden, vermindert sich der allgemeine Wohlstand auch wieder.

Nur 5-10% planwirtschaftliche Organisation reichen aus, um alle gemeinschaftlichen Anliegen wie Hilfe für Bedürftige, Schwimmhallen, Wachschutz oder Straßenbau zu finanzieren. Die hohe Staatsquote Deutschlands oder der USA heute ergeben sich vor allem aus überteuerter Armee und Geheimdiensten, extremer Zinslast, verschwenderischen Subventionen und weiteren massiven Eingriffen in den Markt, sowie diverse Verlustübernahmen, besser bekannt als Banken- oder Griechenlandrettung.

Etwas Planwirtschaft ist jedoch notwendig, Zwang jedoch nicht und freiwillige Planwirtschaft kein Widerspruch zum Kapitalismus, sondern eine Ergänzung. Eine Ergänzung die überall dort auftritt, wo der freie Markt nicht in der Lage ist, eine Versorgungslücke marktwirtschaftlich zu schließen, dies von den Menschen aber trotzdem nachgefragt wird. Ausgedrückt durch freiwillige Überführung von Teilen des Privateigentums in Gemeinbesitz, um davon dem jeweiligen Zweck dienend, Rationen nach Quoten zu verteilen.

Planwirtschaft ist also eine Notwendigkeit, ohne die viele gemeinschaftliche Projekte auch auf einem freiem Markt nicht realisiert werden können. Es ist jedoch keine Notwendigkeit, jemanden zu planwirtschaftlichen Projekten zu zwingen. Es ist eine Notwendigkeit einfach darauf zu vertrauen, dass die Menschen dazu bereit sind, nur einen kleinen Teil ihrer Einkommen für gemeinschaftliche Projekte zu spenden, von dem auch sie profitieren.

Etwas anderes als darauf zu vertrauen, wird uns irgendwann auch nicht übrig bleiben, denn es besteht offensichtlich ein Zusammenhang zwischen dem Erfolg eines Wirtschaftssystems und dem Zwang den es benötigt, um real zu existieren.

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Die 5 Möglichkeiten eine Wirtschaft zu organisieren:

1. in Freiheit – Privatbesitz wird freiwillig in Gemeinbesitz überführt und benötigt daher überhaupt keinen Zwang.

2. mit Liberalismus – Privatbesitz soll möglichst wenig in Gemeinbesitz überführt werden und benötigt daher nur möglichst wenig Zwang.

3. mit sozialer Marktwirtschaft – Privatbesitz soll nur notwendig in Gemeinbesitz überführt werden und benötigt daher nur notwendigen Zwang.

4. mit Sozialismus – Privatbesitz soll so viel wie möglich in Gemeinbesitz überführt werden und benötigt daher so viel wie möglich Zwang.

5. mit Kommunismus – Privatbesitz soll vollständig in Gemeinbesitz überführt werden und benötigt daher vollständigen Zwang.

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Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen
Marktwirtschaft und Planwirtschaft:

marktwirtschaftlich -/+ planwirtschaftlich

Besitzer: privat – gemeinschaftlich

Einlagen: eigene oder geliehene – gespendet oder geraubt

Anforderung: wirtschaftlicher Gewinn – wirtschaftliche Ausgeglichenheit

Ziel: Profit durch Leistung – Hilfe durch Leistung

Mitgliedschaft: freiwillig oder erzwungen + freiwillig oder erzwungen

Verwaltung: individuell + individuell

Ist fwf eine Sekte?

Fwf steht für die Internetseite Freiwilligfrei.de, welche sich für den Voluntarismus stark macht. Genau genommen ist Voluntarismus nicht mehr als eine Geisteshaltung, nach der einzig verteidigende Gewalt zulässig ist. Da ich an dieser Stelle nicht darauf eingehen kann, was überhaupt eine Sekte ist, möchte ich im Falle von Freiwilligfrei jedem selbst das Urteil überlassen. Doch fwf behauptet nicht weniger, als dass jeder der dem Voluntarismus widerspricht, damit Gewalt über Menschen akzeptiert. Warum auch immer?

Dafür haben die Menschen viele Gründe. Um ganz genau zu sein, haargenau so viele Gründe, wie es Menschen gibt. Jeder, der sich tatsächlich ein Urteil über Freiwilligfrei bilden möchte, sei gewarnt, es handelt sich um eine anarchistische Seite und er wird letztlich nicht mehr vorfinden, als diese eine simple Aussage: Wer dem Voluntarismus widerspricht, akzeptiert damit Gewalt gegen Menschen!

Diese eine simple Aussage ist dafür mehr als zu genüge begründet, in mehr als xxxx Artikeln, Videos, Podcasts, Übersetzungen, einem Forum und ständig weiteren neuen Ideen im Wettbewerb des Internets. Wobei sich alle Themen letztlich nur um diese eine Frage drehen und jedes Thema dort nur aus einer Sichtweise betrachtet wird. Kurz gesagt, ob es sich egal bei welchem Thema um Gewaltlosigkeit, also Freiwilligkeit handelt oder eben nicht.

Für Freiwilligfrei gibt es auch kein dazwischen in dieser Frage. Es gibt zwar Unterschiede im Grad des Zwangs, jedoch keinen Unterschied im ob. Nur entweder oder. Die Interaktion zwischen mindestens zwei Menschen kann entweder nur auf Freiwilligkeit oder auf Zwang beruhen. Nun kommt Fwf daher und lehnt jeden Zwang immer ab und befürwortet logischerweise daher auch immer die Freiwilligkeit und sieht darin nicht nur die Wurzel des Problems, sondern auch noch den Auslöser und ja sogar die Lösung aller Probleme. Richtig gehört: Aller Probleme!

Und als Lösung schlägt Freiwilligfrei folgendes vor, und zwar international, national, regional, sowie in kleinsten Gemeinden genau so zu verfahren, wie ich zu Hause mit meiner Familie oder mit guten Freunden. Mehr nicht. Wenn auch wohlwissend, wie ich diese behandle. Also fast jedem seinem Schicksal überlassend.

Denn das sei der Preis der Freiheit. Wenngleich heutzutage, 2013 AD, schon viel weniger als Freiheit bezeichnet wird, z.B. 30% seines Besitzes zum shoppen behalten zu dürfen.

Alles was die Voluntaristen anscheinend sagen wollen ist, dass wenn alle Menschen miteinander so fair und freundlich umgehen, wie ich mit meiner Familie, dann sind alle Probleme gelöst. Und die Menschheit vielleicht, eventuell, in ferner Zukunft in der Lage, alle Menschen fair und freundlich mit Gewaltlosigkeit und in Freiwilligkeit zu vereinen in einer Familie freier Menschen. Wenn ganz einfach nur niemand mehr Gewalt über andere ausübt.

Dann wird schon alles gut gehen und alle Probleme sind überhaupt erst dadurch entstanden, weil irgendwann mal irgendwer angefangen hat, irgendwen zu irgendwas zu zwingen, bis sich jemand die Zunge verhedderte, als er über dieses Übel berichten wollte. Keiner weiss es so genau und das lässt sich angeblich auch nicht zurückdrehen. Nur Freiwilligfrei behauptet doch.

Wirklich alles spricht dafür, dass sich so ziemlich jedes Problem, insbesondere den Zwischenmenschlichen, auf eine einzige Frage reduzieren lässt, und zwar der Frage nach der Gewalt. Also wer wen wozu zwingt mit Gewalt, mit echter physischer Gewalt. Genaues Hinschauen, wer wen wozu zwingt und wie gerechtfertigt dir dieser Zwang erscheint, löst das Problem schon zur einen Hälfte. Die andere Hälfte ist, diesen Zwang dann auch physisch zu beenden. Im Idealfall ohne Gewalt.

Was spricht dagegen? Das Voluntarismus eine Utopie ist, im Jahre 2013 AD? Oder dass immer noch so viel Gewalt in irgend einer Form von so vielen Menschen akzeptiert wird? Das Problem am Voluntarismus ist, dass er sich leider nicht testen lässt, solange Gewalt eben noch mehrheitlich akzeptiert wird. Es lässt sich leider nicht sagen, ob es der Menschheit mit Voluntarismus besser gehen würde als ohne. Ob es nur mit verteidigender Gewalt besser wäre, in diesem Elend für 7 von 8 Menschen auf der Welt, im Jahre 2013 AD?

Mein Opa sagt immer, probieren geht über studieren. Ich sage der Etatismus wurde genug studiert. Ich lebe mein Leben schon voluntaristisch überall dort, wo ich zu nichts gezwungen werde. Also in der Familie, bei Freunden und sogar Kollegen und eigentlich bei allen Menschen, mit denen ich zu tun habe. Das klappt alles super, ganz im Gegensatz zur Politik, Staaten und allem sonst, was Menschen zwingt. Ich kann jedem den Voluntarismus nur empfehlen.

Ob fwf eine Sekte ist, kann nur jeder für sich entscheiden. Anscheinend wurde ich von Freiwilligfrei bekehrt und sehe jetzt wirklich die Lösung für alle Probleme einzig im Voluntarismus. Sogar der Globalen. Und versuche offensichtlich sogar schon Leute dafür zu bekehren. Dafür, dass einfach niemand mehr Gewalt über mich ausübt, so wie ich über niemanden Gewalt ausübe. Dafür bin ich und das am liebsten für alle Menschen.

Wer mag da noch widersprechen? Wer mag da noch Gewalt?
Isomorph, Voluntarist, 2013 AD!

Der politische Weg

Wenn man eine Partei gründet, klar, muss man seinen Namen dem Staat mitteilen, damit der Staat weiss, wer genau welche Partei gegründet hat. Das gleiche gilt für die Mitglieder, auch diese Namen müssen dem Staat mitgeteilt werden, damit dieser weiss, welche Menschen genau in welcher Partei aktiv sind. Nun muss jede Partei mehrere Tausend Unterschriften sammeln, damit sie zugelassen wird vom Staat, der auch diese Listen erhält, damit er weiss, wer genau da mit welcher Partei sympathisiert. Und alle Namen werden dem Staat freiwillig zugesandt.

Natürlich muss dem Staat auch das Parteiprogramm mitgeteilt werden, bevor eine Partei zur nächsten Wahl zugelassen werden kann. Wobei der Staat sich das Recht vorbehält, eine Partei aufgrund ihres Programms auch mal nicht zu zulassen. Einer solchen Partei bleibt dann nur die Möglichkeit, ihr Programm zu ändern, um doch zugelassen zu werden. Doch bedeutet dies, dass man lügen muss, wenn man trotzdem in die Politik möchte, und man nirgends mehr in der Öffentlichkeit seine eigentlichen Überzeugungen vertreten darf. Das ist der Preis der Politik.

Jede Partei hat ihre eigene Meinung, genau wie jeder Mensch seine eigene Meinung hat. Wollen sich nun zwei Parteien oder zwei Menschen zusammen tun, um nur eine Meinung zu vertreten, müssen jede dieser Parteien aus Menschen natürlich etwas von ihrer eigenen Meinung abweichen. Tun sich nun immer mehr Menschen mit einer eigenen Meinung zusammen, um gemeinsam nur eine einzige zu vertreten, muss jeder dieser Menschen auch immer mehr von seiner eigenen Meinung abweichen. Daraus folgt, dass umso mehr Menschen sich zusammen tun, jeder einzelne umso mehr von seiner eigenen Meinung abweichen muss. Bis es keine eigenen Meinungen mehr gibt.

Doch in der Politik geht es auch nicht vorrangig um Meinungen, sondern schlicht ums Regieren. Regieren bedeutet über andere Menschen fremd zu entscheiden und damit Gewalt über diese auszuüben, in jeder einzelnen Frage, die heute auf dem Tagesplan steht. Und wer einmal über andere Menschen regiert, der wird meist auch nicht freiwillig davon ablassen, sondern eher versuchen dieses Privileg immer weiter auszubauen. Darum werden Staaten immer nur noch größer, seit dem es sie gibt, mit fast jeder einzelnen Abstimmung.

So versucht eine jede Partei so viele Stimmen wie möglich zu erhalten, mit dem Ziel irgendwann einmal zu regieren oder wenigstens ein Wörtchen mitreden zu dürfen. Bis dahin muss, um dieses Ziel zu erreichen, denjenigen gegenüber welche jetzt regieren, alle Namen und Gesinnung mitgeteilt werden, sowie seine Überzeugung verleugnet und letztlich sogar seine eigene Meinung aufgeben werden. Das ist Politik.

Ohne mich!

Mein eigenartiger Weg die Welt zu retten

Eigenartig, weil ich mir nicht erklären konnte, wie man Anarchist sein kann und niemals hätte ich mir vorstellen können, selber einer zu sein. Heute kann ich mir nicht erklären, wie man kein Anarchist sein kann und niemals werde ich wieder etwas Anderes sein. Heute glaube ich, ist Anarchie die einzige Möglichkeit die Welt zu retten.

Anarchie bedeutet wörtlich übersetzt ‚ohne Herrschaft‘. ‚An‘ = ‚ohne‘ und ‚Archie‘ = ‚Herrschaft‘. Ohne Herrschaft bedeutet 100%ige Freiheit. Ich möchte nicht mit weniger leben. Ich möchte von keinem anderen Menschen beherrscht werden und auch keinen anderen Menschen beherrschen. Doch bin ich damit im Jahr 2013 ein extremer Ausnahmefall.

Von 100 Menschen mit denen ich darüber bislang gesprochen habe, werde ich seit dem von Einigen ignoriert. Andere können nicht aufhören mich von Anarchie abbringen zu wollen und argumentieren, manchmal mehr, manchmal weniger, ganz offen gegen Freiheit. 100%ige Freiheit scheint so manchen ein Dorn. Diese Menschen nerven mich, von denen einige sogar der Freiheit selbst Schuld zusprechen, für alles Mögliche.

Doch mit fast Allen von den 100 habe ich nach wie vor ein gutes Verhältnis und die meisten Menschen hören auch zu und stimmen sogar in vielen Punkten überein, aber können sich trotzdem nicht vom Etatismus lossagen und sich nicht zu 100%iger Freiheit durchringen. Nicht von Heut auf Morgen, dass konnte ich auch nicht, ehrlich gesagt, hat es bei mir auch viele Jahre gedauert.

Kein Wunder. Denn mein ganzes Leben wurde mir das Gegenteil eingetrichtert. Vom Kindergarten bis zur Lehre und noch viel länger. Die ganze Gesellschaft um mich herum, ist von der Aue bis zum Zentrum so aufgebaut, mich vom Gegenteil zu überzeugen, vom Gegenteil von Freiheit. Um mich herum entfernt sich im Jahre 2013 die ganze menschliche Spezies immer mehr von Freiheit. Es ist wie in einem Albtraum, für 7 von 8 Menschen auf diesem Planeten.

Doch es gibt auch Lichtblicke. Menschen die zuhören und Menschen, die sich zur Freiheit bekennen, uneingeschränkt. Menschen, die sich zutrauen ohne Herrschaft, aber in Ordnung zu leben. Und Anarchie nicht mehr mit Anomie verwechseln. ‚An‘ = ‚ohne‘ und ‚Omie‘ = ‚Ordnung‘.

Anarchie sagt nichts direkt über die Ordnung aus, außer das alle Menschen von Natur aus gleichberechtigt sind, weil niemand mehr über jemand anderen herrscht. Doch ist dies nicht ohne Ordnung möglich. Nur in Anarchie gibt es Ordnung und Freiheit zusammen.

Menschen, die selbst helfen wollen, weil aufgezwungene Hilfe, gar keine Hilfe ist und Menschen, die sich selber beschützen wollen, weil letztlich nur der Selbstschutz, Schutz wirklich garantiert und Menschen, die selbst Recht sprechen wollen, weil sie frei sind, in einer Privatrechtegesellschaft, in der jeder Willkommen ist, die nerven mich nicht.

Ich weiß, das klingt extrem im Jahre 2013 und ich kann nicht vorausschauen, wie das Leben weitergeht, aber ich bin mir so sicher wie noch nie, Anarchist zu bleiben. Für immer. Ich gebe die Hoffnung nicht auf, bis zum Jahre 2084 – wenn die Außerirdischen kommen ; – )  …
… auf Freiheit und Frieden in Wohlstand und Ordnung. Auf dass einfach Niemand mehr Gewalt über Andere ausübt. 

Genieße dein Leben … in Freiheit!

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Linksammlung:
 
Willkommen in einer Privatrechtegesellschaft
http://isomorph.blogsport.de/2013/02/05/willkommen-in-einer-privatrechtgesellschaft/
 
2084 – der Mensch am Mikro ; – )
http://isomorph.blogsport.de/2012/10/31/der-mensch-am-mikro-3/
 
http://www.freiwilligfrei.info/

Willkommen in einer Privatrechtegesellschaft

Eine Privatrechtegesellschaft, im folgenden PRG abgekürzt, sagt nicht mehr aus, allerdings auch nicht weniger, als das Recht nicht mehr durch den Staat gesetzt wird, sondern durch Private Menschen. Es besteht daher kein Monopol auf das Recht und diese werden nicht gesetzt, sondern gesprochen. In einer PRG gibt es daher auch keine Gesetze. Recht wird wenn überhaupt von privaten Schlichtern gesprochen, die im Streitfall aufgesucht werden können, jedoch immer ohne verbindliche Gültigkeit. So kann sich bei Bedarf im Streitfall auf einen Schlichter geeinigt werden, mit dem alle Streitparteien einverstanden sind und dessen Schlichterspruch akzeptiert wird.

Sollte sich im Streitfall nicht auf ein Schlichter geeinigt werden können, kann ein Streitfall auch mal ungeschlichtet bleiben, so wie es auch heute oft der Fall ist, wenn sich der staatlichen Rechtsprechung entzogen wird. Menschen die innerhalb einer Gesellschaft leben, werden jedoch nach Lösungen streben, um sich auch in Streitfällen einvernehmlich zu einigen, um auch weiterhin in der Gesellschaft leben zu können und akzeptiert zu werden. Betrüger und Kriminelle usw. werden auch in einer PRG wohl nicht von der Gesellschaft akzeptiert und die Konsequenzen für ihr Handeln tragen müssen.

Nicht kriminelle und nicht betrügende Menschen, also Menschen, die keine Gewalt über Andere ausüben, leben innerhalb einer freien Gesellschaft zumeist nach einem Nicht-Aggressions-Prinzip, ohne dem eine Gesellschaft nicht frei sein und nicht funktionieren kann. Nicht ohne auf Dauer an sich selbst zu Grunde zu gehen.

Selbstredend gibt es in einer PRG auch kein staatliches Monopol auf Strafverfolgung und diverser Sicherheitsleistungen. Ohne staatlichen Schutz gibt es generell überhaupt keine ungewollten Monopole. Auch die Strafverfolgung und alle Sicherheitsleistungen werden durch private Menschen übernommen. Private Sicherheitsdienste werden weitestgehend die Aufgaben der heutigen Polizei übernehmen und ebenso die Strafverfolgung. Wie alle Dienstleister, stehen auch diese in marktwirtschaftlicher Konkurrenz zueinander und können daher von jedem, der eine Notwendigkeit darin sieht, ausgesucht und beauftragt werden.

Nur wer sich über das Nicht-Aggressions-Prinzip hinwegsetzt und über andere Menschen Gewalt ausübt, in welcher Form auch immer, der muss mit Notwehr gegen ihn rechnen, von Strafverfolgung bis hin zu gesellschaftlichen Repressalien aller Art. Über angemessene oder eben nicht angemessene Strafverfolgung und Repressalien kann dann auch wiederum jede Möglichkeit der Schlichtung in Betracht gezogen werden. Z.B. durch gesellschaftlich hoch angesehene Persönlichkeiten, die sich im Namen aller Streitparteien, um eine einvernehmliche Lösung bemühen, ohne dabei über andere Menschen zu bestimmen. Ohne über andere Menschen Gewalt aus zuüben.




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